Magenspiegelung (ÖGD)

Warum wird eine Magenspiegelung gemacht?

Eine Magenspiegelung ist eine völlig harmlose Untersuchungsmethode, die darauf zielt, krankhafte Veränderungen in der Speiseröhre, im Magen oder im Zwölffingerdarm frühzeitig zu erkennen. Sie erlaubt die Betrachtung des Verdauungstraktes sowie die Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) zur mikroskopischen Untersuchung. Sie dauert in der Regel 2 - 4 Minuten.
Wir führen diese Untersuchung täglich in unserer Praxis durch. Vorbereitungen sind dafür nicht nötig. Sie bekommen dafür einen Termin morgens in der Praxis.

Wann wird eine Magenspiegelung gemacht?

Eine Magenspiegelung ist notwendig, um die Ursachen Ihrer Beschwerden (z.B. Sodbrennen, Druckgefühl im Bauchraum, Schluckbeschwerden) festzustellen. Um den Verlauf einer bereits bekannten Erkrankungen zu beurteilen (Refluxerkrankung, Ulcuskrankheit). Um eine Krebserkrankung auszuschließen, wenn ihr Arzt eine Gastroskopie für notwendig hält, auch wenn keine "Magenbeschwerden " vorliegen.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Ein biegsames Gastroskop wird durch die Mundhöhle und die Speiseröhre in den Magen und den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Durch Einblasen von Luft wird eine ausreichende Sicht gewährleistet. Mit einer winzigen Zange werden Gewebeproben entnommen. Standartmäßig benutzen wir in unserer Praxis Videoendoskope, die eine deutlich bessere Auflösung und Dokumentation gegenüber Glasfasergeräten bieten.

Bereitet die Untersuchung Schmerz, Unbehagen?

Die Untersuchung ist schmerzlos. In der Regel müssen Sie einmal nur schlucken, damit das Gastroskop vom Mund in die Speiseröhre gleitet. Dabei kann ein Würgereiz auftreten. Falls Sie es wünschen, können wir diese Untersuchung auch mit einer Beruhigungsspritze durchführen.

Können Komplikationen auftreten?

Die Magenspiegelung ist eine seit vielen Jahren bewährte und risikoarme Untersuchungsmethode. Die Entnahme einer Gewebeproben führt zu keiner weiteren Blutung, wenn nicht eine besondere Blutungsneigung besteht. Ernste Komplikationen können nur auftreten, wenn ohnehin eine schwere Erkrankung vorliegt (z.B. ein Tumor). Sie können davon ausgehen, dass ein erfahrenes Team für Sie tätig sein wird.

Was ist vor einer Gastroskopie zu beachten?

Zur Magenspiegelung müssen Sie nüchtern sein. Sie sollten daher etwa acht Stunden vor der Spiegelung nichts mehr essen und trinken sowie nicht rauchen. (Ausnahme: Notfalluntersuchungen) Nennen Sie uns vor der Untersuchung die Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen.

Was ist nach einer Gastroskopie zu beachten?

Falls Sie zur Vermeidung des Würgereizes eine örtliche Rachenbetäubung erhalten haben, sollten Sie ein bis zwei Stunden nach der Untersuchung nichts essen. Wenn Sie eine Beruhigungsspritze bekommen haben, bleibt Ihr Reaktionsvermögen über längere Zeit eingeschränkt. Führen Sie daher innerhalb von 24 Stunden nach der Untersuchung kein Fahrzeug und auch keine Maschine. Das sicherste Vorgehen ist, wenn Sie sich abholen lassen oder ein Taxi benutzen.